Vita

Geboren 1971 in Starnberg begann ich nach dem Abitur 1992 ein halbherziges Amerikanistik Studium an der LMU, das mehr oder weniger ohne mich stattfand. 1994 bewarb ich mich erfolgreich an der Filmhochschule in München und schlappe 11 Jahre später verliess ich die HFF mit meinem Abschlussfilm, einer Komödie mit dem Titel „Reality Check“. In dem Kurzfilm, bei dem ich zum ersten Mal auch Regie führte, haderte eine idealistische Kunststudentin mit der Unvereinbarkeit von Kunst und Leben. Ähnlichkeiten mit realen Personen waren natürlich rein zufällig.

Nach meinem Studium hielt ich mich ein paar Jahre lang mit schlecht bezahlten Jobs bei TV-Sendern und gut bezahlten Jobs bei Werbefilmproduktionen über Wasser, bis ich 2007 zusammen mit Kristina Henn Drehbuchförderung vom FilmFernsehenFonds-Bayern für das Hardcore-Arthouse Drama „Der rechte Winkel“ bekam, in dem ein Selbstmörder in der Psychiatrie usw. usf.  Das Buch war anstrengend zu schreiben, anstrengend zu lesen und wurde überraschenderweise nie realisiert. Aber in den Arbeitspausen dieses mühseligen Projekts dachten wir uns zur Ablenkung einen anderen Film aus. Einen ohne die bedeutungsschwangere Düsternis und ohne philosophischen Schweigeminuten, einen, den wir uns tatsächlich auch selber anschauen würden. Diese anderthalb DIN A4 Seiten gelangten ein Jahr später über Umwege in die Hände der Münchner Filmproduktion SamFilm, die uns vom Fleck weg beauftragte aus unserer Feel-Good Spinnerei ein Drehbuch zu machen.

Als „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ 2010 in die Kinos kam, dämmerte mir langsam, dass ich, ohne es richtig zu wollen oder zu planen, Drehbuchautorin geworden war. Das Leben und die Kunst hatten also doch noch zusammengefunden.

Seitdem schreibe ich am Liebsten, was ich selber gerne sehe:  Komödie mit Tiefgang, Drama mit Happy-End, kommerzielles Arthaus und anspruchsvollen Kommerz. Und nein, das sind keine Widersprüche finde ich.